Dienstag, 23 Oktober 2018

Kursberichte

KURS JOHANN PACHELBEL 1653 – 1706

Pachelbel

Zu Beginn des Kurses ehrten wir den kürzlich verstorbenen Orgellehrer und Kursleiter unserer beiden Kirchenmusikerverbände VOGRA und BVKOK, Roman Cantieni, mit einer kleinen musikalischen Gedenkfeier.

16 interessierte Teilnehmer liessen sich von dem fundierten Wissen und Können des Kursleiters, Jürg Brunner, Bern, begeistern. Mit viel Einfühlungsvermögen versuchte er, uns in die Musik von Johann Pachelbel hineinzuversetzen. Parallelen zu Werken späterer Komponisten zeigten uns, wie wichtig J. Pachelbel als Vorgänger einzustufen ist. Etliche Toccaten, Fantasien, Präludien, Ciaconen, sowie die Magnificatfugen zählen zu den wichtigsten Kompositionen aus der Zeit vor Bach. Die vielen sehr harmonisch tönenden Choralvorspiele sind noch heute in Gottesdiensten und Messen zu hören und werden auch gerne gespielt. Die Kursteilnehmer konnten von Jürg Brunner mit seiner überzeugender Spieltechnik und Interpretation sehr viel profitieren. Die Teilnehmer wünschen sich eine baldige Fortsetzung des Kurses, wo sie ihre einstudierten Pachelbelwerke präsentieren können.

Der VOGRA- und BVKOK- Vorstand möchte in diesem Sinne dem Kursleiter Jürg Brunner für seine für die Kirchenmusik so wichtige Arbeit herzlich danken.

Christa Pinggera, Präsidentin VOGRA

 


 

Bündner Organisten und ihre Musikalien 

Kurs

 

Der Gottesdienst erfordert von den Organisten eine ständige Suche nach neuer Spielliteratur. In einem Tageskurs hat der Organist Claudio Simonet eine Auswahl geeigneter Werke aus alter und neuer Zeit vorgestellt. Nicht jeder Dorforganist ist in der Lage, die schwierige Orgelliteratur der grossen Meister immer spielbereit zu haben. Dazu kommt, dass manche Orgeln zu klein sind und über die dazu notwendigen Register nicht verfügen. Alternativ dazu existieren aber unzählige Kompositionen und Choralbearbeitungen von vielfach unbekannten Kirchenmusikern. Diese Literatur ist auf den Gottesdienst abgestimmt und wurde über die Jahrhunderte hinweg durch die Bibliotheken zu einer grossartigen Fundgrube zusammengetragen. Gottesdienstliteratur soll gut spielbar sein, sie muss in der Länge ihrer Funktion entsprechen, sie soll kein wertloser Organistenzwirn sein aber auch keine zu sich reissende Konzertliteratur. In diesem Sinne hat C. Simonet die Kursteilnehmer auf die zweckmässigen Werke aufmerksam gemacht. Dabei erhielten die Teilnehmer auch eine Unterweisung für den schönen Orgelklang, indem viele Tipps und Tricks in der richtigen Auswahl der Register vorgeführt wurden.

Innerhalb des kurzen Zeitraumes befassten sich die Teilnehmer auch mit der Begleitung von Chorwerken. Mit etwas Wissen über die wichtigen Grundsätze der Begleitung kann der Organist dem Chor eine gute Hilfe liefern, ohne dass die Orgel im Klang verschwindet oder aus dem Klang heraussticht.

Die beiden Bündner Organisationen VOGRA und BVKOK bieten regelmässig den Organisten Weiterbildungskurse an. Auf den beiden Homepages www.vogra.ch und www.bvkok.ch können sich die Organisten über die Angebote informieren.

Präsident BVKOK

Albert Spescha

Bericht in der Quotidiana vom 13. Juni 2018

 

„Das Improvisieren zu erlernen, ist wie ein neues Instrument zu spielen: Es erfordert viel Übung und Geduld“

Am Samstag, 07. November, führte Claudio Simonet anlässlich des Jahresprogrammes der kirchlich musikalischen Ausbildung (KIMUGR) für die Mitglieder des BVKOK und VOGRA einen Tageskurs zum Thema Improvisation/Intonation durch. Ziel war es, den anwesenden Organistinnen und Organisten dieses Handwerk näher zu bringen, sodass diese die Intonationen zu Chorälen künftig individuell gestalten können.

An diesem Tag erklärte Claudio Simonet den Teilnehmern 6 verschiedene Möglichkeiten, eine Improvisation zu gestalten. Nach der Theorie hiess es dann, für ausgewählte Choräle mit jeder dieser Möglichkeiten, eine Improvisation zu komponieren. In kleinen Gruppen konnten wir das Gehörte nun in die Praxis umsetzten. Einigen fiel es leichter – einigen etwas schwerer, und es stellte für alle eine echte Herausforderung dar. Danach wurden unsere Werke besprochen und die Resultate konnten sich sehen lassen.

An diesem Tag erklärte Claudio Simonet den Teilnehmern 6 verschiedene Möglichkeiten, eine Improvisation zu gestalten. Nach der Theorie hiess es dann, für ausgewählte Choräle mit jeder dieser Möglichkeiten, eine Improvisation zu komponieren. In kleinen Gruppen konnten wir das Gehörte nun in die Praxis umsetzten. Einigen fiel es leichter – einigen etwas schwerer, und es stellte für alle eine echte Herausforderung dar. Danach wurden unsere Werke besprochen und die Resultate konnten sich sehen lassen.

So beschrieb Claudio Simonet das Improvisieren mit folgenden Worten: „Das Improvisieren zu erlernen, ist wie ein neues Instrument zu spielen: Es erfordert viel Übung und Geduld.“

Der Kurs, so glaub ich im Namen aller Teilnehmenden sagen zu dürfen, war ein Erfolg und animierte jeden, sich selbst mal im Improvisieren zu versuchen. Ich bin der Meinung, dass es Claudio gelungen ist, uns wertvolle Tipps weiterzugeben – herzlichen Dank!

Caroline Rosenberger                                  am 05.12.2015 im Bündner Tagblatt erschienen

 


Otto Barblan von Jörg Perron

Am Samstag, 05. September 2015, stellte Jörg Perron im Schloss Tarasp den VOGRA-/BVKOK-Mitgliedern sein Otto Barblan-Heft vor, unterstützt von Stefan Thomas. Nach einer mehr oder weniger langen Anreise trafen sich die über 20 Teilnehmenden am Bahnhof in Scoul/Tarasp. Schon sah man das Schloss, in dem wir diesen Tag mit viel Musik verbringen würden.

Zu Beginn erzählte uns Jörg Perron etwas über die pneumatische Jehmlich-Orgel, Baujahr 1916. Der damalige Schlossbesitzer wollte aus dem verwitterten Schloss ein „klingendes“ Schloss machen, indem er hinter die Wand eine Orgel einbaute. Noch heute sieht man die Orgel auf den ersten Blick nicht. Erst bei genauerem Betrachten lässt sie sich erahnen.

Danach machten wir einen Zeitsprung in die 80er-Jahre – den Anfängen von Otto Barblan. Es wurde sehr viel vorgespielt, vor allem von Jörg Perron, Stefan Thomas und Bruder Stefan, aber auch von freiwilligen Teilnehmer.

 

Kurs Otto Barblan