Sonntag, 09 August 2020

Informationen zur Lohnfortzahlung während COVID-19

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ab dem 28. Mai 2020 dürfen die Gottesdienste wieder abgehalten werden - wir wünschen allen OrganistInnen gutes Gelingen! 

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Liebe Verbandsmitglieder, liebe OrganistInnen, liebe Homepage-BesucherInnen

Die aktuelle Situation stellt jeden Einzelnen von uns vor neue Herausforderungen und ungeklärte Fragen. Einige dieser Fragen möchten wir deshalb so gut als möglich klären und Sie dabei unterstützen, Ihre persönliche Lage besser einschätzen zu können. Hier finden Sie kurz zusammengefasst die wichtigsten Punkte zur Lohnfortzahlung/Weiterbeschäftigung von uns Organisten während der Coronakrise. Den vollständigen Bericht, verfasst am 25. März von Dr. iur. Frank Schuler, Kirchenrat finden Sie auf der Seite der reformierten Landeskirche unter "Service/Kontakte" -> "Downloads" -> Rubrik "Verwaltung". Bitte beachten Sie, dass sich die Situation bekanntlich sehr kurzfristig ändern kann. Sollte es in Bezug auf die hier angesprochenen Punkte Änderungen geben, versuchen wir diese hier schnellstmöglich anzupassen.

 

Das Wichtigste in Kürze:

- Ob die Kirchgemeinde zur Lohnfortzahlung der Organistin/des Organisten verpflichtet ist, hängt grundsätzlich davon ab, ob die/der KirchenmusikerIn im "Arbeitsverhältnis" oder im "Auftrag" tätig ist.
- beim Arbeitsverhältnis ist der Lohn auch während der Krise geschuldet, da das Betriebsrisiko beim Arbeitgeber (=der Kirchgemeinde) liegt.
- beim Auftrag ist kein Lohn geschuldet, da die Organistin/der Organist die vereinbarte Leistung nicht erbringen kann.
- falls die Organistin/der Organist eine Lohnfortzahlung bekommt, steht der Kirchgemeinde auch weiterhin eine Arbeitsleistung zu. Das kann ein intensiveres Orgelspiel-Training sein, der Organistin/dem Organisten kann aber auch das Üben auf ein ausserordentliches "Konzert" nach der Krise aufgetragen werden. Falls notwendig, darf die Organistin/der Organist im Rahmen der wegfallenden Arbeitszeit auch für andere, in der Kirchgemeinde anfallende Tätigkeiten aufgeboten werden.

 

Ein Arbeitsverhältnis, das zur Lohnfortzahlung führt, liegt insbesondere in folgenden Fällen vor:

- schriftlicher Arbeitsvertrag
- regelmässige Einsätze (gem. dem Schreiben von Dr. iur. Frank Schuler wird "regelmässig" folgendermassen definiert: 1  Einsatz pro Monat während den letzten 12 Monaten)

 In allen anderen Fällen von weniger regelmässigen Einsätzen, ist die Einschätzung ob es sich um ein Arbeitsverhältnis oder einen Auftrag handelt relativ schwierig und nur unter Berücksichtigung der fallspezifischen Sachbestände feststellbar. Unter anderem sind folgende Merkmale entscheidend:

- inwiefern hat die Kirchgemeinde die Organistin/den Organisten fachlich beraten/fachliche Anweisungen gegeben
- inwiefern war die Organistin/der Organist autonom im Erbringen der Arbeitsleistung
- inwiefern stand die Organistin/der Organist in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Kirchgemeinde

 

Fällt Ihre Situation in eine dieser nur schwer einschätzbaren Fälle? Dann melden Sie sich beim Vorstand - wir helfen Ihnen nach bestem Wissen und vermitteln Sie weiter.

Hier geht es direkt zum Informationsschreiben von Dr. iur. Frank Schuler
Hier geht es zur Homepage der reformierten Landeskirche Graubünden